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    Institut für Allgemeinmedizin

    Promotion in der Allgemeinmedizin

    Vorbemerkung

    Hier finden Sie die gegenwärtig am Institut laufenden Dissertationsprojekt. Allgemeine Informationen zum Promotionsvorhaben sind auf den Seiten des Promotionsbüros zu finden.

    Bei Interesse an einer Arbeit aus dem allgemeinmedizinischen Bereich nehmen Sie bitte direkt mit der Institutsleitung Kontakt auf.­


    Laufende Dissertationsprojekte am Institut

    Balk, Juliane B.Sc. (cand. med.)

    Arbeitstitel: Einflussfaktoren auf das Verordnungsverhalten bei der Therapie akuter unkomplizierter Harnwegsinfekte in der allgemeinmedizinischen Versorgung.
    Beschreibung: Bei der Therapie unkomplizierter Harnwegsinfekte in der Allgemeinmedizin werden häufig Reserveantibiotika verordnet, was aufgrund der zunehmenden bakteriellen Resistenzsituation problematisch ist. Um ein besseres Verständnis davon zu erlangen, warum Hausärzte in ihrer Therapieentscheidung von der Leitlinie abweichen, wird im Rahmen der Dissertation eine qualitative Studie mit niedergelassenen Fachärzten/-innen für Allgemeinmedizin durchgeführt. Dabei werden die Kontextfaktoren erforscht, welche sich auf das hausärztliche Verordnungsverhalten bei der Therapie von Harnwegsinfekten auswirken.

     

    Bräunling, Lisa-Marie (cand. med.)

    Arbeitstitel: Durchführung und Evaluation einer psychiatrischen Kurz-Psychotherapie zur Behandlung von depressiven Patienten in der hausärztlichen Praxis: eine Machbarkeitsstudie
    Beschreibung: Der Weg von der Diagnose einer Depression, bis hin zu einer adäquaten Therapie, ist oft eine langer. Der Hausarzt ist dabei zumeist der erste Ansprechpartner. Sulz & Deckert (2012) haben zur Durchführung einer psychiatrischen Kurz-Psychotherapie Psychotherapiekarten zur Anwendung durch Ärzte in ihrer Sprechstunde entwickelt. Ihre Wirksamkeit wurde in der ambulanten Psychotherapie bereits bestätigt, jedoch die Möglichkeit ihrer Anwendung im hausärztlichen Bereich bislang noch nicht untersucht. Diese Dissertation soll prüfen, ob sich die Sprechstundenkarten, im hausärztlichen Setting, effektiv einsetzen lassen und ob generell der Bedarf an einer solchen Methodik seitens der Hausärzte besteht.

     

    Bredl, Michaela (cand. med.)

    Arbeitstitel: Behandlungspfade von Patientinnen mit einem Harnwegsinfekt in der Primärversorgung in Bayern – Auswertung von Routinedaten der Kassenärztlichen Vereinigung
    Beschreibung: Die Primärversorgung von Harnwegsinfekten in Bayern ist durch Hausärzte sichergestellt, Betroffene haben aber häufig auch direkten Zugang zu höheren Ebenen der Versorgung, beispielsweise zu Fachärzten. Bisher ist allerdings wenig darüber bekannt, welche Fachrichtungen die Behandlung der Patienten übernehmen und wie diese aussieht. Im Rahmen dieser Dissertation soll untersucht werden, welche Disziplinen an der Versorgung von Patienten mit Harnwegsinfekten beteiligt sind und ob sich die Behandlung hinsichtlich Diagnostik und Therapie je nach Disziplin unterscheidet. Weiterhin werden Faktoren identifiziert, die mit bestimmten Versorgungsmustern korrelieren. Abschließend werden mögliche Änderungen im Versorgungsmuster im Zeitraum zwischen 2013 und 2019 analysiert. Die Ergebnisse sollen über die Inanspruchnahme des Gesundheitssystems sowie  potentiell unterschiedliche Versorgungsmuster informieren und ggf. die Ableitung von Handlungsempfehlungen ermöglichen.

     

    Eber, Johanna (cand. med.)

    Arbeitstitel: Virtuelle Patienten in der Allgemeinmedizin: eine retrospektive Analyse von CaseTrain-Fällen gekoppelt mit einer prospektiven Vergleichsstudie CaseTrain- vs. Epikrisenerstellung.
    Beschreibung: Der Einsatz virtueller Patienten in der Lehre nimmt zu, wurde aber in der Allgemeinmedizin bislang kaum erforscht. An der Universität Würzburg können Studierende im 10. Semester selbst entscheiden, ob sie im Rahmen des Blockpraktikums einen allgemeinmedizinischen Virtuellen Patienten (CaseTrain-Fall) oder eine Epikrise über einen Hausbesuch erstellen. Die Dissertation soll prüfen, inwiefern sich der selbsteingeschätzte Lernerfolg und die Leistung zwischen diesen Gruppen unterscheidet. Retrospektiv wird analysiert, welche allgemeinmedizinischen Beratungsanlässe und Krankheitsbilder für die virtuellen Patienten besonders häufig ausgewählt werden.

     

    Eberhard, Michael (cand. med)

    Arbeitstitel: Konzeption einer Lehrveranstaltung zum hausärztlichen Vorgehen bei Patienten mit riskantem Alkoholkonsum: Eine randomisierte prospektive Studie zum Vergleich eines Inverted Classroom versus E-Learning im Medizinstudium
    Beschreibung: Alkoholkonsum zählt zu den führenden Gesundheitsrisiken und ist weit verbreitet, aber die Mehrheit der Medizinstudierenden fühlt sich in der Behandlung problematischen Alkoholkonsums unzureichend ausgebildet. Aus diesem Grund findet im Querschnittsbereich Prävention im Rahmen einer randomisierten prospektiven Studie ein neuer zweigeteilter Kurs zum Thema "Beratung von Patienten mit riskantem Alkoholkonsum" statt. Die beiden angewandten Lehrkonzepte, Inverted Classroom und E-Learning, werden auf folgenden Ebenen vergleichend untersucht: Lernverhalten und Lernpräferenzen der Studierenden, Erwerb von Wissen und Fertigkeiten sowie Veränderung der Einstellung.

     

    Herchenröther, Julia (cand. med.)

    Arbeitstitel: Ausbau des Anamnese-Kurses: eine prospektive randomisierte Studie.
    Beschreibung: Das Erlernen von kommunikativer Kompetenz im Medizinstudium ist essentiell, da eine patienten-fokussierte Gesprächsführung viele positive Auswirkungen auf klinische und emotionale Patientenoutcomes hat. In Rahmen der Doktorarbeit untersuchen wir verschiedene Lehrmethoden im Anamnesekurs des 5. Semesters: die Lehre mit Simulationspatienten vs. Rollenspielen mit Kommilitonen und die Moderation der Kleingruppen von Dozent vs. studentischer Tutoren. Betrachtet werden die Auswirkungen auf die Zufriedenheit, den selbsteingeschätzten Lernerfolg, die praktischen Fertigkeiten (OSCE) und das kurzfristige und mittelfristige Wissen (schriftliche Klausurfragen).

     

    Lauerer, Elias (cand. med.)

    Arbeitstitel: Implementierung einer Lehrveranstaltung zur Raucherberatung im Medizinstudium. Eine randomisierte prospektive Studie zum Vergleich eines Online- vs. Präsenzkurses auf die Aneignung von Wissen und praktischen Fertigkeiten.
    Beschreibung: Kenntnisse und Fertigkeiten zum Thema Nikotinentwöhnung sind für alle Ärzte essentiell, aber noch zu selten Inhalt von medizinischen Curricula. An der Universität Würzburg wurde im Rahmen des Querschnittsfachs Prävention eine 90-minütige Lehrveranstaltung zur Nikotinentwöhnung eingeführt. Die angewandten Lehrformen, Seminar und Online-Kurs, wurden hinsichtlich der Aneignung von Wissen, Veränderung der Einstellung und praktischen Fertigkeiten verglichen.

     

    Thier, Nicola (cand. med.)

    Arbeitstitel: Umgang mit Antibiotika in der kinder- und jugendärztlichen Praxis.
    Beschreibung: Die angemessene Verordnung von Antibiotika spielt sowohl für den Patienten individuell als auch im globalen Kontext aufgrund steigender Resistenzzahlen eine bedeutende Rolle. In meinem Dissertationsprojekt untersuche ich, wie gut sich niedergelassene Kinder- und Jugendärzte mit der Verordnung von Antibiotika auskennen, wie sie ihre eigene Kompetenz diesbezüglich einschätzen und ob sie sich fortbilden. Die Studie wird mithilfe eines Fragebogens in Bayern und Baden-Württemberg durchgeführt.

     

    Wolf, Dominik (cand. med.)

    Arbeitstitel: Umgang mit Antibiotika in der hausärztlichen Praxis.
    Beschreibung: In diesem Projekt wird untersucht, welche Kenntnisse zur Behandlung von häufigen Infektionskrankheiten in der hausärztlichen Praxis Praxis vorliegen und ob ein Bedarf an Fortbildungen besteht. Hierzu werden Fragebögen an alle hausärztlich tätigen Ärzte in der Region Franken verschickt. Die Befragung wird anonymisiert durchgeführt. Die teilnehmenden Ärzte werden über die Ergebnisse über die Homepage des Instituts informiert.


    Die weiteren Dissertationsprojekte werden in Kürze ergänzt.

    Stand: März 2020