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    Institut für Allgemeinmedizin

    RedAres-Projekt - Beobachtung des Verordnungsverhaltens in der Behandlung von Patientinnen mit unkompliziertem Harnwegsinfekt in der ambulanten Versorgung

    Offizielle REDARES-Projekthomepage (www.redares.de)

    Bei der Behandlung von Infektionskrankheiten befinden sich AllgemeinmedizinerInnen in Zeiten von Arbeitsverdichtung und Kostendruck im Spannungsfeld zwischen dem Ziel des sparsamen Medikamenteneinsatzes, dem Patientenwunsch und den Bedenken, komplizierte Fälle nicht intensiv genug zu behandeln. Eine individuelle Medikamenten- oder Antibiotikaverordnung wird durch zahlreiche Faktoren beeinflusst.

    Das Ziel der REDARES-Studie ist die Optimierung der Therapie und Medikamentenverordnung beim unkomplizierten Harnwegsinfekt der Frau. Vom individuellen Verordnungsfeedback, den Informationsmaterialien und Handreichungen profitieren die teilnehmenden Praxen und deren Patientinnen während und auch nach Abschluss der Studie.

    Projektbeginn war der 1. September 2019, wobei zunächst die Erhebung und Darstellung der aktuellen Erreger- und Resistenzsituation beim unkomplizierten HWI durch das Robert-Koch-Institut in fünf Regionen Deutschlands stattfindet. Mittels Modellierung können die aktuellen und regionalen Resistenzanteile unkomplizierter HWI berechnet und den teilnehmenden HausärztInnen langfristig zur Verfügung gestellt werden (Teilprojekt a).

    Ab April 2021 startet die 12 Monate laufende randomisierte kontrollierte Studie mit komplexer Intervention zur Vorgehensweise bei unkompliziertem HWI in insgesamt 138 Hausarztpraxen. In den vier Bundesländern Bayern, Thüringen, Baden-Württemberg und Berlin/Brandenburg wird das bisherige und zukünftiges Verordnungsverhalten aufgezeichnet und durch Feedbackmechanismen rückgemeldet. (Teilprojekt b).

    Die begleitende Prozessanalyse der technischen Umsetzbarkeit und Akzeptanz ermöglicht eine anschließende direkte Übertragung in die Regelversorgung (Teilprojekt c).

     

    Beteiligte im REDARES-Projekt

    REDARES läuft über 3 Jahre und wird über den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) finanziert. Die Konsortialführung des REDARES-Projektes liegt beim Institut für Allgemeinmedizin Würzburg. Weitere Projektpartner sind

    1. Universitäten/Institute

    • Institut für Allgemeinmedizin, Universitätsmedizin Berlin - Charité
    • Lehrbereich Allgemeinmedizin und Sektion Versorgungsforschung des Instituts für Biomedizinische Biometrie und Statistik, Universitätsklinikum Freiburg
    • Institut für Infektionsprävention und Krankenhaushygiene, Universitätsklinikum Freiburg
    • Institut für Klinische Epidemiologie und Biometrie (IKE), Universität Würzburg
    • Robert-Koch-Institut Berlin
    • Abteilung Versorgungsforschung des Instituts für Public Health und Pflegeforschung, Universität Bremen
    • Institut für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Jena

    2. Krankenkassen

    • AOK Baden-Württemberg