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    Institut für Allgemeinmedizin

    Lyme-Borreliose - Informationen zum LYDI-Sentinel

    Abb.: Erythema migrans

    Eine Überwachungsstudie zur Lyme-Borreliose in Bayern

    Die Lyme-Borreliose ist mit geschätzten 60 000 – 100 000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland die häufigste zeckenübertragene Erkrankung. Erreger der Lyme-Borreliose sind Schraubenbakterien des Borrelia (B.) burgdorferi sensu lato (sl.) Komplexes, dem wenigstens fünf humanpathogene Spezies - B. afzelii, B. burgdorferi sensu stricto (ss), B. garinii, B. spielmanii und B. bavariensis - angehören. Borrelien werden durch Schildzecken während der Blutmahlzeit auf den Menschen übertragen: in Europa von Ixodes ricinus (Gemeiner Holzbock), in Osteuropa auch von Ixodes persulcatus. Die Infektion mit Borrelien kann zu Erkrankungen der Haut (Erythema migrans, Acrodermatitis chronica atrophicans), der Gelenke (Lyme-Arthritis), des Nervengewebes (Neuroborreliose) und des Herzens (Karditis) führen.

    Das Nationale Referenzzentrum (NRZ) für Borrelien am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit erhebt seit 2012 im Rahmen des LYDI-Sentinels (Incidence of LYme DIsease in Bavaria) ganzjährig Daten zur Häufigkeit der Lyme-Borreliose in Bayern. Die Studie wurde von der Ethikkommission der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK) genehmigt und wird vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege finanziert.

    Ziel des LYDI-Sentinels ist es, aktuelle Daten zur Häufigkeit und Verbreitung des Erythema migrans, der frühen Neuroborreliose und der Lyme Arthritis zu erheben. Ebenso werden die Lokalisation und die Therapie der Erkrankung dokumentiert. Die gewonnenen Daten werden für Risikoanalysen, Risikokommunikation und Schätzung der Krankheitslast herangezogen. Aus den Ergebnissen sollen gezielte Maßnahmen für Prävention und Aufklärung abgeleitet werden.

    Die Teilnahme am LYDI-Sentinel ist selbstverständlich freiwillig.
    Es handelt sich dabei nicht um eine Datenerhebung im Rahmen der seit 1.3.2013 in Bayern eingeführten länderspezifischen Meldepflicht nach Infektionsschutzgesetz (IfSG).

    Neben fachlich fundierten Fortbildungsveranstaltungen und kostenfreier (Spezial-) Diagnostik zur Lyme-Borreliose werden sie als LYDI-Sentinel Teilnehmer telefonische zu einzelnen Fällen beraten und erhalten, wenn gewünscht, relevante Literatur zur Lyme-Borreliose.

    Weitergehende Information zum LYDI-Sentinel erhalten Sie hier.

     

    Formlose Anforderung von Studienunterlagen zum LYDI-Sentinel:

                telefonisch:  09131/6808-5386 (Frau Zwerger) oder -5380 (Dr. Susanne Heinzinger)

                per FAX: 09131/6808-5183

                per Email: LYDI-Sentinel@lgl.bayern.de

    Klinische Rückfragen an Dr. Volker Fingerle, Leiter des NRZ für Borrelien:

                Tel.: 09131/6808-5870

                FAX: 09131/6808-5865

                Email: volker.fingerle@lgl.bayern.de

     

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