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Institut für Allgemeinmedizin

Dissertation

Promotion in der Allgemeinmedizin

Bewerbung

Regelmäßig werden am Institut für Allgemeinmedizin Themen für Promotionsarbeiten angeboten, die sich wissenschaftlich mit Fragen zur hausärztlichen Versorgung beschäftigen. Wir legen besonderen Wert auf gute Betreuung und hohe methodische Qualität. Themen für Promotionen sind eng mit den Forschungsprojekten des Instituts verbunden. Haben Sie Interesse an einer Promotion in der Allgemeinmedizin? Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung über die homepage des Dekanats: Wir schreiben regelmäßig Promotionsthemen aus, Informationen für Ihre Bewerbung finden Sie hier.

Initiativbewerbungen können wir nur in Ausnahmefällen berücksichtigen (z. B. bei abgeschlossener Berufsausbildung vor dem Studium, einem Zweit- oder Zusatzstudium und methodischer Expertise). In diesem Fall nehmen Sie Kontakt mit der Institutsdirektion auf.

Vorbemerkung

Hier finden Sie die gegenwärtig am Institut laufenden Dissertationsprojekte. Allgemeine Informationen zum Promotionsvorhaben sind auf den Seiten des Promotionsbüros zu finden - bitte beachten Sie insbesondere die aktuellen Leitfäden zum Promotionsverfahren und zur Dissertationsarbeit.

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Laufende Dissertationsprojekte am Institut

 

Alsaiad, Sahera (cand. med.)

Arbeitstitel: Die Verordnung von Antibiotika zur Behandlung von Harnwegsinfekten in bayerischen Facharztpraxen der Gynäkologie, Urologie und Allgemeinmedizin
Beschreibung: Harnwegsinfektionen (HWI) sind eine der häufigsten bakteriellen Infektionen im ambulanten Bereich und eine häufige Ursache für die Verordnung eines Antibiotikums. In meinem Dissertationsprojekt wird das Verordnungsverhalten der Facharztgruppen, die mit der Diagnose HWI am häufigsten konfrontiert sind, untersucht. Es wird betrachtet, ob es im Anschluss der Aktualisierung der S3-Leitlinie im jahr 2017 Veränderungen im Bezug auf die Leitlinienadhärenz zu finden sind. Dazu werde ich statistische Auswertungen von Routinedaten zu 21,5 Mio. PatientInnen der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns durchführen. Es handelt sich um einen Betrachtungszeitraum von 2013-2017.

 

Bachfischer, Andreas (cand.med.)

Arbeitstitel:Community Based Inclusive Development (CBID) in einem länderübergreifenden Kontext: Erfahrungen erwachsener Gemeinschaftsmitglieder, die an einem CBID-Projekt für Menschen mit Behinderung in urbanen Regionen in Kolumbien, Bolivien und Brasilien teilnehmen.
Beschreibung: Grundlage dieser Dissertation ist ein gemeindebasiertes Projekt der DAHW Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe e.V. zur Verbesserung der Lebensbedingungen und zur Förderung der sozialen Inklusion von Menschen mit Behinderung in städtischen Gebieten in Kolumbien, Bolivien und Brasilien. Im Rahmen der Dissertation soll die Planung, die Implementierung, sowie die kontextuelle Adaption dieses internationalen Projektes aus Sichtweise der beteiligten Menschen aufgearbeitet werden. Ein spezielles Augenmerk wird dabei auf den in einem CBID-Projekt essentiellen Aspekt der Partizipation und deren Auswirkung - unter anderem auf den Gesundheitszustand der Beteiligten - gelegt.

 

Eva Bucher (cand. med.)

Arbeitstitel: Phasen-Kontrast Mikroskopie von Frischurin als anvertraubare professionelle Tätigkeit der MFAs in Allgemeinarztpraxen
Beschreibung: Hintergrund ist die MicUTI Studie, eine randomisierte klinische Studie in der ein neuer Behandlungsalgorithmus unkomplizierter Harnwegsinfekte der Frau im hausärztlichen Setting erprobt werden wird. In dem hier beschriebenen Projekt soll ein kompetenz-basiertes Schulungskonzept für Medizinische FachangestelltInnen (MFAs) in der dafür benötigten Phasen-Kontrastmikroskopie entwickelt und evaluiert werden. Die mit der Lehrveranstaltung vermittelten Kompetenzen werden den MFAs dazu dienen, das Erlernte als anvertraubare professionelle Tätigkeit (Entrustable professional activity, EPA) im Praxisalltag direkt anzuwenden. Der Lernzuwachs, sowie die Akzeptanz bei den Lernenden soll im Anschluss mittels Fragebögen und qualitative Interviews evaluiert werden.

 

Bundschuh, René (cand. med.)

Arbeitstitel: Anhaltende Symptome bei Patienten mit COVID-19 in der ambulanten Versorgung - eine deskriptive Studie. 
Beschreibung: Ambulant behandelte PatientInnen mit einer COVID-19 Erkrankung leiden zum Teil an lang anhaltenden respiratorischen, neurologischen oder psychischen Beschwerden. Dauer und Intensität der Symptome sowie deren Effekte auf die körperliche Integrität oder sozio-ökonomische Folgen variieren vermutlich stark und sind noch wenig bekannt.
Im Rahmen eines prospektiven Studiendesigns werden Patienten nach symptomatischer Covid-19 Infektion über einen Zeitraum von zwölf Monaten begleitet und anhand standardisierter Fragebögen hinsichtlich des aktuellen Gesundheitszustandes und der Auswirkungen der Erkrankung und Symptome auf alltägliche Aktivitäten befragt und entsprechende Einflüsse eruiert. 

 

Eber, Johanna (cand. med.)

Arbeitstitel: Virtuelle Patienten in der Allgemeinmedizin: eine retrospektive Analyse von CaseTrain-Fällen gekoppelt mit einer prospektiven Vergleichsstudie CaseTrain- vs. Epikrisenerstellung.
Beschreibung: Der Einsatz virtueller Patienten in der Lehre nimmt zu, wurde aber in der Allgemeinmedizin bislang kaum erforscht. An der Universität Würzburg können Studierende im 10. Semester selbst entscheiden, ob sie im Rahmen des Blockpraktikums einen allgemeinmedizinischen Virtuellen Patienten (CaseTrain-Fall) oder eine Epikrise über einen Hausbesuch erstellen. Die Dissertation soll prüfen, inwiefern sich der selbsteingeschätzte Lernerfolg und die Leistung zwischen diesen Gruppen unterscheidet. Retrospektiv wird analysiert, welche allgemeinmedizinischen Beratungsanlässe und Krankheitsbilder für die virtuellen Patienten besonders häufig ausgewählt werden.

 

Eberhard, Michael (cand. med.)

Arbeitstitel: Konzeption einer Lehrveranstaltung zum hausärztlichen Vorgehen bei Patienten mit riskantem Alkoholkonsum: Eine randomisierte prospektive Studie zum Vergleich eines Inverted Classroom versus E-Learning im Medizinstudium
Beschreibung: Alkoholkonsum zählt zu den führenden Gesundheitsrisiken und ist weit verbreitet, aber die Mehrheit der Medizinstudierenden fühlt sich in der Behandlung problematischen Alkoholkonsums unzureichend ausgebildet. Aus diesem Grund findet im Querschnittsbereich Prävention im Rahmen einer randomisierten prospektiven Studie ein neuer zweigeteilter Kurs zum Thema "Beratung von Patienten mit riskantem Alkoholkonsum" statt. Die beiden angewandten Lehrkonzepte, Inverted Classroom und E-Learning, werden auf folgenden Ebenen vergleichend untersucht: Lernverhalten und Lernpräferenzen der Studierenden, Erwerb von Wissen und Fertigkeiten sowie Veränderung der Einstellung.

 

Fröhlich, Willi (cand. med.)

Arbeitstitel: COVID19-assoziierte Herausforderungen für Eltern, Kinder und BetreuerInnen an Würzburger Kindertagesstätten
Beschreibung:Die anhaltende COVID19-Pandemie stellt eine besondere Herausforderung für Familien mit Kindern im Vorschulalter dar. Wechselnde Betreuungssituationen sowie intensivierte Hygienemaßnahmen an Kindertagesstätten bewirken weitreichende Veränderungen für beteiligte Eltern, Kinder und BetreuerInnen. Um die sich ergebenden Herausforderungen und Problemkonstellationen zu erfassen, werden leitfadengestützte Interviews mit Eltern sowie BetreuerInnen zu zwei Erhebungszeiträumen durchgeführt. Die qualitative Studie erfolgt im Rahmen der Würzburger Kinderbetreuungsstudie in der COVID-19 Pandemie (Wü-KiTa-CoV-Studie).

 

Geck, Christina (cand. med.)

Arbeitstitel: Strukturierte Übersicht zu Lehre von Planetarer Gesundheit an medizinischen Fakultäten in Deutschland
Beschreibung: Der Klimawandel und weitere anthropogene Umweltveränderungen haben schon heute einen wesentlichen Einfluss auf die menschliche Gesundheit, der in den kommenden Jahrzehnten weiter zunehmen wird. Mediziner:innen nehmen aufgrund des ihnen entgegengebrachten Vertrauens eine Schlüsselrolle bezüglich der Kommunikation zu transformativem Wandel in der Gesellschaft ein. An medizinischen Fakultäten in Deutschland wird aktuell jedoch noch nicht ausreichend zu diesem Thema gelehrt. An vielen Universitäten werden deshalb derzeit neue Lehrangebote zum Thema "Planetare Gesundheit" (Klima, Umwelt und Gesundheit) etabliert. Diese Dissertation ist Teil der Mixed-Methods-Studie PlanetMedEd und erfasst mittels Webseiten-Recherche und quantitativen Interviews eine strukturierte Übersicht des Lehrangebots von Planetarer Gesundheit an allen 40 medizinischen Fakultäten in Deutschland.

 

Gömann, Nikolas (cand. med.)

Arbeitstitel: Welche Persönlichkeitsmerkmale von Medizinstudierenden beeinflussen das Interesse an einer hausärztlichen Tätigkeit? - eine systematische Literaturrecherche.
Beschreibung: Der zunehmende Mangel an Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmedizinern stellt viele Länder vor Probleme bei der niedrigschwelligen medizinischen Versorgung. Daher gilt es, die Rekrutierung neuer Hausärzt:innen zu fördern. Da sich die Präferenz einer Fachrichtung häufig bereits im Verlauf des Studiums entwickelt, widmet sich diese systematische Übersichtsarbeit der Frage, welche Persönlichkeitseigenschaften von Medizinstudierenden zu einem Interesse und der späteren Entscheidung für eine hausärztliche Tätigkeit führen. Ziel dieser Arbeit ist es, den aktuellen Forschungsstand abzubilden und darzustellen, wie das Interesse an einer hausärztlichen Tätigkeit bei Medizinstudierenden unter Berücksichtigung individueller Persönlichkeitseigenschaften weiter gefördert werden kann.

 

Grieco, Fabio (cand. med.)

Arbeitstitel: Lehrveranstaltungen zu Planetarer Gesundheit an medizinischen Fakultäten in Deutschland: Überblick, Entwicklung zum akademischen Jahr 22/23 und Vergleich mit anderen Ländern
Beschreibung: Der Klimawandel ist die größte Bedrohung für die menschliche Gesundheit im 21. Jahrhundert. Mediziner:innen müssen daher lernen, auf die veränderten Anforderungen an die Gesundheitsversorgung infolge anthropogener Umweltveränderungen zu reagieren. Gleichzeitig sind sie in der Pflicht, den Klimawandel und seine Folgen einzudämmen. Dies macht eine Ausbildung von Medizinstudierenden im Bereich der "Planetaren Gesundheit" (Klima, Umwelt und Gesundheit) essenziell. Diese Dissertation soll mithilfe eines quantitativen Fragebogens als Teil der Mixed-Methods-Studie PlanetMedEd den Stand der Lehre zu Planetarer Gesundheit im akademischen Jahr 22/23 erfassen und die Daten mit vorangegangenen Erhebungen in Deutschland und anderen Ländern vergleichen, um so Entwicklungen und Entwicklungspotenzial aufzuzeigen.

 

Hajduk, Maurice (cand. med.)

Arbeitstitel: Neuroenhancement und psychische Gesundheit unter Würzburger Studierenden
Beschreibung: Die Anforderungen des Studiums zu meistern, stellt für viele Studierende eine nicht zu unterschätzende Herausforderung dar. Wohl auch deshalb ist Neuroenhancement (nicht ärztlich verschriebene Einnahme leistungssteigernder/beruhigender Substanzen) laut internationalen Studien unter Studierenden kein seltenes Phänomen.
Ziel der Dissertation ist eine Prävalenzermittlung für ausgewählt Studiengänge an der Universität und an der Fachhochschule Würzburg. Des Weiteren wird der Zusammenhang zwischen Neuroenhancement, ADHS, Stress, Angst, Depression und Genussmittelkonsum untersucht. So gewonnene Erkenntnisse sollen zum Entwickeln von Unterstützungsangeboten am Standort Würzburg genutzt werden.

 

Hanselmeier, Thomas (cand. med.)

Arbeitstitel: Die Verordnung von Antibiotika zur Behandlung von Harnwegsinfekten im niedergelassenen Bereich in Bayern – Eine Auswertung von Routinedaten der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns
Beschreibung: Der Einsatz von Antibiotika wird von deutschen und europäischen Leitlinien zur Behandlung von Harnwegsinfekten empfohlen. Um die Entstehung neuer Antibiotikaresistenzen und das Auftreten schwerer Nebenwirkungen zu vermeiden, ist es jedoch wichtig, dass nur solche Antibiotika zum Einsatz kommen, die auch von den Leitlinien empfohlen werden. Um zu untersuchen, inwieweit diese Empfehlungen in bayerischen Arztpraxen umgesetzt werden, werden Routinedaten der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns im Zeitraum von 2013 bis 2019 ausgewertet. Es wird untersucht, welcher Anteil der PatientInnen Antibiotika verordnet bekommt, welche Substanzen dabei zum Einsatz kommen und ob es zwischen verschiedenen Patientengruppen Unterschiede bei den Verordnungen gibt.

 

Herchenröther, Julia (cand. med.)

Arbeitstitel: Ausbau des Anamnese-Kurses: eine prospektive randomisierte Studie.
Beschreibung: Das Erlernen von kommunikativer Kompetenz im Medizinstudium ist essentiell, da eine patienten-fokussierte Gesprächsführung viele positive Auswirkungen auf klinische und emotionale Patientenoutcomes hat. In Rahmen der Doktorarbeit untersuchen wir verschiedene Lehrmethoden im Anamnesekurs des 5. Semesters: die Lehre mit Simulationspatienten vs. Rollenspielen mit Kommilitonen und die Moderation der Kleingruppen von Dozent vs. studentischer Tutoren. Betrachtet werden die Auswirkungen auf die Zufriedenheit, den selbsteingeschätzten Lernerfolg, die praktischen Fertigkeiten (OSCE) und das kurzfristige und mittelfristige Wissen (schriftliche Klausurfragen).

 

Hofner, Laura (cand. med)

Arbeitstitel: Strategien zur Behandlung von Patienten mit Depression - Eine Befragung von Hausärzten
Beschreibung: Hausärzte nehmen bei der Diagnose und Behandlung depressiver Erkrankungen eine zentrale Rolle ein. Wie Hausärzte die Versorgung von Patienten mit Depression im Praxisalltag gestalten und welche Strategien sie in der Behandlung verfolgen, soll im Dissertationsprojekt durch postalische und persönliche Befragung von niedergelassenen Hausärzten in Franken beleuchtet werden. Mittels eines standardisierten Fragebogens wird quantitativ erhoben, wie Hausärzte Patienten mit Depression versorgen und auf welches Repertoire an Therapieoptionen sie zurückgreifen. In einem qualitativen Ansatz wird durch leitfadenorientierte Interviews das allgemeinmedizinische Vorgehen in der Versorgung von Patienten mit Depression tiefergehend exploriert.

 

Lehner, Nina (cand. med.)

Arbeitstitel: Die komplexe Lebenswelt Pandemie aus der Sicht Betroffener in der hausärztlichen Versorgung – Anhaltende physische und psychische Beschwerden nach einer Covid-19-Erkrankung.
BeschreibungZiel des Projekts ist, ein Verständnis von Folgen einer Covid-19-Erkrankung auf das physische, psychische und soziale Leben von Patienten nach ihrer Krankheit zu erlangen. Dabei sollen insbesondere auch der Bedarf, die Kenntnis und die Akzeptanz von Versorgungsangeboten sowie das Erleben der Pandemie nach einer Covid-19-Erkrankung exploriert werden. Dies wird mittels eines Fragebogens untersucht und anhand qualitativer Telefoninterviews vertieft.

 

Liebscher, Carolin (cand. med.)

Arbeitstitel: Pflege in Zeiten der Pandemie – Erfahrungen pflegender Angehöriger während der COVID-19-Pandemie
BeschreibungMehr als 60% der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland werden zu Hause überwiegend durch Angehörige versorgt. Bereits vor der COVID-19-Pandemie waren pflegende Angehörige durch Mehrfachbelastungen großen Herausforderungen ausgesetzt. Es ist davon auszugehen, dass sich mit dem Ausbruch der Coronapandemie in Deutschland und den damit verbundenen Maßnahmen die Pflegesituation für die pflegenden Angehörigen weiter verschärft hat und die Belastungen gestiegen sind. In diesem Projekt werden die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Angehörigenpflege und die Erfahrungen der pflegenden Angehörigen während der Pandemie im Jahr 2020 retrospektiv sowohl quantitativ mithilfe eines standardisierten Fragebogens als auch qualitativ durch semistrukturierte Interviews erfasst. Die Promotionsarbeit ist Teil des Projektes CollPan, dass sich in Zusammenarbeit mit der Universität Bonn mit den pandemischen Kollateraleffekten auf pflegende und trauernde Angehörige befasst. Die aus den Ergebnissen abgeleiteten Handlungsempfehlungen sollen eine bessere Versorgung und Unterstützung der pflegenden Angehörigen in zukünftigen Krisensituationen ermöglichen.

 

Lomp, Greta (cand. med.)

Arbeitstitel: Gewichtsbezogene Stigmatisierung unter Ärzt:innen in Weiterbildung im Fach Allgemeinmedizin: eine Online Umfragestudie
Beschreibung: Gewichtsbezogene Stigmatisierung im Gesundheitswesen in Form von Vorurteilen und Diskriminierung wurde in den letzten Jahren verstärkt in Studien nachgewiesen und beschrieben. Es zeigte sich, dass dies sowohl zu direkten negativen gesundheitlichen Folgen bei den Betroffenen führt, als auch zu nachteiligen Effekten bei der Adipositastherapie und der allgemeinen Gesundheitsversorgung adipöser Patient:innen. Ein Großteil der entsprechenden Studien stammt aus den USA, während nur wenige Daten aus Deutschland vorliegen. Im Rahmen dieser Dissertation soll daher das Ausmaß gewichtsbezogener Stigmatisierung, sowie der Bedarf an Fort- und Weiterbildung zu Adipositas und Gewichtsstigmatisierung unter Allgemeinmediziner:innen in Weiterbildung in Deutschland näher untersucht werden.

 

Makowski, Lisa B.Sc. (cand. med.)

Arbeitstitel: Erfahrungen von Hausärzten mit COVID-19 und der Pandemie - eine qualitative Studie
Beschreibung: Hausärzt*innen sind häufig für die Primärversorgung von Patient*innen mit COVID-19 zuständig. Bisher ist allerdings wenig darüber bekannt, welche konkreten Auswirkungen die Pandemie auf die hausärztliche Versorgung und Versorger*innen hat. Durch eine qualitative Datenerhebung soll untersucht werden, wie Hausärzt*innen die COVID-19-Pandemie erlebt und welche persönlichen Erfahrungen sie gemacht haben. Es werden semistrukturierte Telefoninterviews mit Hausärzt*innen aus Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern sowie Baden-Württemberg und Bayern durchgeführt. Die Untersuchung findet im Rahmen einer übergeordneten Querschnittstudie mit einem Mixed Methods Studiendesign statt. Die Ergebnisse sollen zu einem besseren Verständnis der hausärztlichen Versorgungssituation in der Pandemie beitragen. Hieraus sollen Empfehlungen abgeleitet werden, wie die hausärztliche Versorgung in zukünftigen Krisensituationen unterstützt werden kann.

 

Pramberger, Maria (cand. med.)

Arbeitstitel: Ärztliche Kommunikation über Sexualität: Eine Online-Befragung junger Hausärzt:innen zu ihren Erfahrungen im Bereich kommunikativer Kompetenzen über Sexualität im Patient:innengespräch
Beschreibung: Fragen nach der Sexualität im Anamnesegespräch sind wichtig, um eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung zu gewährleisten. Das gilt insbesondere im allgemeinmedizinischen Kontext. Für Deutschland gibt es kaum Studien, die sich mit der Kommunikation über Sexualität aus der Perspektive von Hausärzt:innen befassen. Im Rahmen des Promotionsprojekts sollen mithilfe eines Online- Fragebogens bundesweit junge Hausärzt:innen zu ihren Erfahrungen, der Einschätzung eigener Kompetenzen sowie dem Aus- und Weiterbildungsbedarf im Bereich der Kommunikation über Sexualität mit Patient:innen befragt werden. Anhand der Ergebnisse sollen Implikationen für die Praxis und Lehre abgeleitet werden.

 

Reif, Johanna (cand. med.)

Arbeitstitel: Machbarkeit der Nationalen Pandemie Kohorten Netz-Studie (NAPKON) in der ambulanten Versorgung
Beschreibung: Grundlage dieser Dissertation sind Daten des Nationale Pandemie Kohorten Netz (NAPKON), das als Teil des Netzwerks Universitätsmedizin aufgebaut worden ist. Primäres Ziel von NAPKON ist die Durchführung einer deutschlandweiten prospektiven Kohortenstudie, die dazu beitragen soll, ein umfassendes Verständnis der SARS-CoV2-Infektion und ihrer Auswirkungen zu entwickeln. Obwohl der überwiegende Teil der COVID-19 Patient:innen ambulant hausärztlich versorgt wurde, erfolgte die Planung und Durchführung von Forschung zu COVID-19 zum größten Teil von Akteur:innen des stationären Sektors. In dieser Dissertation soll untersucht werden, ob aufgrund der unterschiedlichen Rahmenbedingungen Unterschiede in der Datenqualität des NAPKON-Datensatzes zwischen dem ambulant und stationär rekrutierten Patientenkollektiv bestehen.

 

Rothemund, Eva (cand. med.)

Arbeitstitel: Versorgung von volljährigen Menschen mit Behinderung in der Hausarztpraxis
Beschreibung: In der Bundesrepublik Deutschland lebten im Jahr 2017 13,04 Millionen Menschen mit Behinderung. Gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention ist Deutschland vertraglich verpflichtet, Menschen mit Behinderung eine qualitativ hochwertige und wohnortsnahe Gesundheitsversorgung anzubieten. Ziel dieser flächendeckende prospektive Befragungsstudie ist es, anhand von standardisierten Fragebögen den Anteil an Hausärztinnen und -ärzten in Bayern zu ermitteln, welcher Menschen mit Behinderung betreut. Zudem soll evaluiert werden, welche Herausforderungen bei der Betreuung von Menschen mit Behinderungen entstehen und welche Gründe für oder gegen eine Aufnahme von Menschen mit Behinderungen in das durch den jeweiligen Hausarzt betreute Patientenkollektiv sprechen.

 

Schlittenhardt, Clara (cand. med)

Arbeitstitel: Emotionen und Handlungsmotivation von Medizinstudierenden in Bezug auf den Klimawandel im Rahmen der Lehre zu Planetarer Gesundheit
Beschreibung: Dieses Dissertationsprojekt widmet sich dem Stellenwert von Emotionen und deren Einfluss auf das Handeln in Bezug auf den Klimawandel und entsprechende Klimaschutzmaßnahmen. Mediziner:innen können dabei aufgrund des ihnen entgegengebrachten Vertrauens den gesellschaftlichen Wandel aktiv mitgestalten. Zur Umsetzung müssen die hierbei förderlichen oder hemmenden Emotionen berücksichtigt werden. Mittels eines anonymen Online-Fragebogens werden in Form einer Mixed-Methods-Studie quantitative sowie qualitative Angaben von Medizinstudierenden der Universität Würzburg zu Emotionen, Einstellungen und Handlungsmotivation hinsichtlich des Klimawandels erhoben. Bei der Etablierung neuer Lehrangebote zu ‚Planetarer Gesundheit‘ (Klima, Umwelt und Gesundheit) bietet sich so die Chance, die gewonnenen Ergebnisse zu berücksichtigen und die Lehre hinsichtlich Wissensvermittlung, Angeboten von Handlungsoptionen und Stärkung transformativer Kompetenzen zu optimieren.

 

Schneider, Diana (cand. med)

Arbeitstitel: Welchen Einfluss hat ein ländlicher Praxisstandort im Blockpraktikum Allgemeinmedizin auf die Tendenz der Studierenden, nach dem Studium eine hausärztliche Tätigkeit anzustreben?
Beschreibung: In Deutschland ist ein zunehmender Hausärztemangel vor allem im ländlichen Raum zu beobachten. Die Dissertation untersucht, ob das Blockpraktikum Allgemeinmedizin im ländlichen vs. im städtischen Raum verschieden große Einflüsse auf die Tendenz einer zukünftigen hausärztlichen Tätigkeit aufweist. In einem Online-Survey sollen Medizinstudierende im 10. Semester der Julius-Maximilians-Universität Würzburg zu ihrem Blockpraktikum, der Vorstellung ihrer zukünftigen Laufbahn und einigen persönlichen Merkmalen befragt werden. Diese Daten sollen schließlich mit Ergebnissen verschiedener Würzburger Studierendenbefragungen in Bezug gesetzt werden, um neue Erkenntnisse über die Rolle der ländlichen Region im Blockpraktikum zu gewinnen.

 

Simon, Johanna (cand. med)

Arbeitstitel: Ermittlung förderlicher und hinderlicher Faktoren zur Implementierung von Lehrangeboten zu Planetarer Gesundheit an medizinischen Fakultäten in Deutschland
Beschreibung: Der Klimawandel und weitere anthropogene Umweltveränderungen haben schon heute einen wesentlichen Einfluss auf die menschliche Gesundheit, der in den kommenden Jahrzehnten weiter zunehmen wird. Mediziner:innen nehmen aufgrund des ihnen entgegengebrachten Vertrauens eine Schlüsselrolle bezüglich der Kommunikation zu transformativem Wandel in der Gesellschaft ein. An medizinischen Fakultäten in Deutschland wird aktuell jedoch noch nicht ausreichend zu diesem Thema gelehrt. An vielen Universitäten werden deshalb derzeit neue Lehrangebote zum Thema "Planetare Gesundheit" (Klima, Umwelt und Gesundheit) etabliert. Diese Dissertation ist Teil der Mixed-Methods-Studie PlanetMedEd und hat zum Ziel, mittels qualitativer Interviews von Schlüsselpersonen in der Lehre förderliche und hinderliche Faktoren bei der Implementierung von Lerninhalten zu Planetarer Gesundheit zu erfassen, um die Etablierung zukünftiger Lehrveranstaltungen zu erleichtern

 

Thier, Nicola (cand. med.)

Arbeitstitel: Umgang mit Antibiotika in der kinder- und jugendärztlichen Praxis.
Beschreibung: Die angemessene Verordnung von Antibiotika spielt sowohl für den einzelnen Patienten als auch im globalen Kontext aufgrund steigender Resistenzzahlen eine bedeutende Rolle. In meinem Dissertationsprojekt untersuche ich, wie gut sich niedergelassene Kinder- und JugendmedizinerInnen mit der Verordnung von Antibiotika auskennen, wie sie ihre eigene Kompetenz diesbezüglich einschätzen und ob sie sich fortbilden. Die Studie wurde 2019 mithilfe eines Fragebogens in Bayern und Baden-Württemberg durchgeführt.

Sie finden hier erste Ergebnisse zur Befragung. Wir bedanken uns herzliche für die Unterstützung aller Teilnehmenden! Detaillierte Ergebnisse werden in einer noch folgenden Publikation berichtet.

Thier N, Tiedemann E, Gágyor I: Kenntnisse und Einstellungen zu Antibiotika in der kinder- und jugendärztlichen Praxis [PDF-Datei]

 

Wolf, Dominik (cand. med.)

Arbeitstitel: Umgang mit Antibiotika in der hausärztlichen Praxis.
Beschreibung: In diesem Projekt wird untersucht, welche Kenntnisse zur Behandlung von häufigen Infektionskrankheiten in der hausärztlichen Praxis Praxis vorliegen und ob ein Bedarf an Fortbildungen besteht. Hierzu werden Fragebögen an alle hausärztlich tätigen Ärzte in der Region Franken verschickt. Die Befragung wird anonymisiert durchgeführt. Die teilnehmenden Ärzte werden über die Ergebnisse über die Homepage des Instituts informiert.

Wolf D, Tiedemann E, Gágyor I: Kenntnisse und Einstellungen zu Antibiotika in der hausärztlichen Praxis [PDF-Datei]


Stand: Februar 2023