NUM-Convention 2026 in Berlin
11.02.2026Unter dem Motto „NUM 3.0 – Auf dem Weg zu einer offenen und nachhaltigen Forschungsplattform“ kamen am 21. und 22. Januar Projekt-Beteiligte aus Forschung, Klinik und Politik bei der NUM Convention 2026 in Berlin zusammen.
Lesen Sie hier den Presseartikel der Initiative Deutscher Forschungspraxennetze der DEGAM (DEGAM ForNet) zu der Veranstaltung:
Die vom Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) ausgerichtete Veranstaltung ist ein Muss für alle, die sich für das Zusammenspiel von medizinischer Versorgung und Forschung interessieren.
Die beiden Tage zeigten, dass die Vision des NUM weit über die universitäre Forschung hinaus geht. Ziel ist es, eine IT-Infrastruktur zu schaffen, welche die Welten von Versorgung und Forschung, von Academia und Industrie sowie den stationären und ambulanten Sektor miteinander verknüpft. Nur durch diese intersektorale Zusammenarbeit kann eine Datenwertschöpfungskette entstehen, die am Ende dort ankommt, wo sie am meisten gebraucht wird: in der direkten Patientenversorgung.
Vernetzung entlang des Patientenpfads
Auch die Initiative DEGAM-ForNet war auf der NUM Convention vertreten. In der Session „Brücken bauen im Forschungsdatenraum“ führte Prof. Roland Koch entlang des Patientenpfades durch die Perspektiven und das Zusammenspiel der verschiedenen Akteure. Denn damit die Universitätsmedizin zukünftig intersektoral forschen kann, müssen Universitätsklinik, ambulante Forschungspraxen, Rehabilitationseinrichtungen oder Biobanken zusammenarbeiten. Dazu brachte Prof. Karen Gertz die Perspektive der Universitätskliniken ein. Da Patientinnen und Patienten vor und nach der Klinikbehandlung in ihrer hausärztlichen Praxis betreut werden, ergänzten Prof. Ildikó Gágyor und Prof. Stefanie Joos die Sicht des Praxissektors. Für die langfristige Nutzbarkeit von Proben und Daten erläuterte Prof. Alexandra Nieters die Rolle der Biobanken und Dr. Ramsia Geisler zeigte, welches Potential das NUM-Studiennetzwerk hat, um diese Fäden zu verknüpfen.
Prof. Christian Thies, Dr. Stephanie Biergans und Prof. Roland Koch demonstrierten schließlich, wie digitale Lösungen als technologische Brücken für die intersektorale Studiendurchführung fungieren. Dr. Leonor Heinz, Leiterin der Koordinierungsstelle für die Initiative DEGAM-ForNet, moderierte die anschließende Diskussion und fasste die positive Aufbruchstimmung zusammen: „Das ist ein toller Start ins neue Jahr: Hier bei der NUM Convention wird greifbar, wie wir die beiden Welten – Versorgung und Forschung – auch intersektoral weiter zusammenbringen können. Diesen Spirit brauchen wir, um die Forschung so weiterzuentwickeln, dass sie die medizinische Versorgung verändern und verbessern wird.“
Brücken bauen
Bundesministerin Dorothee Bär würdigte das NUM als „Glanzstück der Kooperation“. Das Netzwerk wird nun verstetigt und in eine eigenständige Institution überführt werden. Für die Initiative DEGAM-ForNet bleibt klar: Eine starke medizinische Forschung in Deutschland ist nur dann nachhaltig, wenn sie die Brücke in die Hausarztpraxen schlägt. Wir freuen uns darauf, diesen Weg als aktiver Partner des NUMs mitzugestalten.
