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Institut für Allgemeinmedizin

Wahlfach "Reflective Practitioner" - Sommersemester 2026

06.07.2026

Lokale Gedenkarbeit an die Medizinverbrechen im Nationalsozialismus

Prof. Sabine Schlegelmilch (1. Reihe, 1.v.l.), Prof. Anne Simmenroth (2. Reihe, 3.v.l.) und Prof. Ildikó Gágyor (2. Reihe, 4.v.l.) sowie die Teilnehmenden des Wahlfachs „Reflective Practitioner“ vor dem DenkOrt Deportationen am Würzburger Hauptbahnhof. (Foto: Pamina Hagen/UKW)

Zum Abschluss des Wahlfachs "Reflective Practitioner" nahm Frau Prof. Dr. phil. Sabine Schlegelmilch vom Institut für Geschichte der Medizin die 19 Teilnehmenden mit auf einen Spaziergang der Erinnerung durch Würzburg. An sechs Stationen lies sie anhand von Bildern, Zeitzeugenberichten und der Beschreibung der Erkenntnisse der medizin-historischen Forschung das Schicksal der jüdischen Bevölkerung in Würzburg wiederaufleben. Besonders in den Blick genommen wurden Medizinerinnen und Mediziner (wie z.B. die jüdische Ärztin Clara Oppenheimer und Sally Meier) deren Biographien im Wahlfach besprochen worden waren.

Zwischen 1941 und 1944 wurden knapp 1.500 jüdische Würzburger Bürgerinnen und Bürger in insgesamt 9 Deportationen aus Würzburg in das Ghetto nach Riga, in die Durchgangsorte Izbica und Krasniczyn, das Sammel- und Durchgangslager Theresienstadt und in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau gebracht. 

Das Wahlfach „Reflective Practitioner“ wird gemeinsam mit dem Institut für Ethik und Geschichte der Medizin unterrichtet und behandelt u.a. Themen  wie Zwangssterilisation -  und Abtreibung am UKW, Euthanasie in Würzburg/ Unterfranken, die Medizinische Fakultät in den 1930er Jahren und den Transfer in die Gegenwart (marginalisierte Gruppen in der medizinischen Versorgung, Zunahme des Rechtsradikalismus). Ein besonderer Fokus liegt auf der Beschäftigung mit Täter- und Opferbiographien aus dem Universitätsklinikum und der Region.

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